* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt



* Themen
     penner
     Miri
     Unbezahlbar
     Chatgespräch
     Die qual der wahl
     sweet
     Brief von einem engel
     Tod einer unschuldigen
     Horror^^
     Black Rainbow
     Immer weiter Kapitel 1-3
     Songtexte
     Richtung Licht Prolog+ Kapitel 1- 4
     Alles wird gut Kapitel 1- 6
     Sprüche
     10 gründe
     Wusstest du schon....?
     Hühnerpartei
     Zitate
     Namen
     Fluch der Karibik
     Bla bla bla






Kapitel 1

Schon wieder ein blauer Fleck im Gesicht! Hoffentlich habe ich noch genug Make- Up um den Fleck zu verstecken. Für heute reicht es noch, aber ich muss mir dringend neues besorgen Wo soll ich denn schon wieder dass ganze Geld herkriegen? Ich habe nur noch12€. Das ist auf alle Fälle zuwenig. Das muss ich nachher überlegen. Ob ich wieder etwas aus Papas Geldbeutel nehme? Kommt Zeit, kommt Rat. Leise öffne ich die Tür. Keine Geräusche. Papa schläft also noch seinen Rausch aus. Ich schnappe mir schnell Ranzen und Schlüssel, geh leise die Treppe runter und aus dem Haus. Hinter mir schließe ich ab. Mein Atem beruhigt sich und ich gehe gemütlich zu Bushaltestelle. Dort wartet meine Clique. Tim sieht mich schon vom weiten und ruft: „ Na Mia, endlich ausgeschlafen? Oder hast du nur wieder mal zu lange gebraucht zum Schminken?“ Er hat ja Recht. Ich brauche immer sehr lange um mich fertig zu machen. Aber es müssen ja auch immer alle Blaue Flecken abgedeckt werden. Ich weiß nicht wieso aber ich möchte nicht, dass alle wissen, dass mein Vater mich tagtäglich schlägt. Vor allem ist es auch noch so, dass ich noch nicht so lange zu der Clique gehöre und die alle noch nicht so gut einschätzen kann. Erschwerend kommt es auch noch dazu, dass ich nie irgendwo mithin kann oder wenn zu mir einladen kann, da ich Angst vor meinem Vater habe. Vor 2 Jahren als Mama noch gelebt hat war alles anders. Da hat Papa noch nicht getrunken. Wir waren die Glücklichste Familie der Welt. Nur damals wusste ich das noch nicht zu schätzen. Meine Eltern haben alles für mich gemacht. Deswegen ist Mama auch tot. Ich habe rümgenörgelt, dass keine Nutella mehr da ist. Mama ist losgefahren um mir welche zu besorgen. Sie hatte einen Unfall bei dem sie tödlich verunglückt ist. Eine Träne will sich einen Weg aus meinem Auge suchen doch ich blinzele heftig um sie wegzudrücken. Kaja schaut mich komisch an aber sie schaut auch gleich wieder weg. Die anderen beachteten mich gar nicht. OK gute Freunde kann man das ja nicht nennen aber besser als niemand. Wenigstens musste ich nicht den ganzen Tag alleine rumhängen und mich von irgendwem dumm anlabern lassen. Der Bus kam und wir setzen uns alle rein. Ich lasse mich auf die Fenster Seite fallen und schaute raus. Dave setzt sich neben mich. Ich spürte wie er mich anschaut. Ich drehte meinen Kopf und schaue ihm in die Augen. Schnell schaue ich wieder zur Seite. Mein herz rast ganz doll. Es stimmt ich war schon immer ein bisschen in Dave verknallt wesen. Aber er ist mit Maike zusammen. Da konnte man nichts drehen und wenden. Endlich kommen wir an der Schule an. Ich gehe sofort in meine Klasse. Wir haben jetzt Latein. Wie ich dieses Fach hasse. Herr Müller hat das wohl auch bemerkt, denn er nahm mich dran. Mist. Ich habe vergessen die Übersetzung zu machen. Also ohne. Ich legte mir das Buch vor die Augen und versuchte mir die Übersetzung aus den Fingern zu saugen. Populus properat. Ok das wusste ich. „ Populus properat.“ Las ich vor. „Das bedeutet „Das Volk beeilt sich““. Sagte ich. „Gut“ sagte Herr Lauber in einem fiesen langezogenen Ton. „Und weiter?“ Mist. Also weiter. „ Marcus stad om circus-spektat.“ Las ich also weiter. „Das bedeutet…“ „Ja?“ „Marcus steht da und …“ „Ja?“ „Er…er…er…“ Verzweifelt suchte ich eine Antwort zu finden. Circus! Natürlich! „Er geht zum Circus.“ Versuche ich mit möglichst fester Stimme zu sagen. Alle aus der Klasse brechen in ein schallendes Gelächter aus. Ich werde rot und schaue auf meine Tischplatte. „Also Mia. Wider mal keine Hausaufgaben! Wer übersetzt den Satz mal für Mia?“ Die halbe Klasse meldete sich. Mist. Mist. Mist. „Es bedeutet: Marcus steht und schaut sich um.“ Sagte unser Streberkind Maximilian. In mir kocht die Wut. Aber auch dieser Tag geht vorbei. Als ich nach Hause komme sah ich dass das Licht an ist. Mit zitternder hand versuche ich die Haustür zu öffnen. Sie ist verschlossen. Komisch sonst ist sie immer offen wenn ihr Vater wach ist. Ich nahm den Schlüssel und öffne leise die Tür. Wenn ich Glück habe dachte sie kann ich unbemerkt in mein Zimmer kommen. Aber da steht er schon. Mein eigener Vater. Vor dem ich mehr Angst habe als vor allem anderen. „Na mein Fräulein hast du mir nicht etwas zu erzählen?“ Ich verziehe angewidert mein Gesicht. Aus seinem Mund kommt eine Schwade die nach dem billigen Tankstellenwein richt. Und genauso sieht er auch aus. Betrunken. Seine Augen glänzen matt aber doch gefährlich und unberechenbar. Ich habe Angst. In mir zieht sich alles zusammen. Ich unterdrücke denn Drang ihn zur Seite zu stoßen und bleibe äußerlich ganz ruhig. „ich habe dich etwas gefragt Mia“ Ich war verblüfft. Dafür, dass er betrunken ist kann er sich ganz gut ausdrücken. Mir blieb aber keine Zeit darüber nachzudenken. Schon schlug er auf mich ein. „Du hast…“ ein Schlag ins Gesicht „keine Haus…“ ein Schlag in den Bauch „aufgaben gemacht…“ der gefürchtete Schlag bleibt aus. Aus dem Augenwinkel sehe ich wie er mich komisch anschaut. Da ist so ein komisches Glänzen in seine Augen. Sofort weiß ich was los ist. Es war ja nur eine Frage der Zeit gewesen bis das passieren musste. Irgendwie wusste ich dass das passieren würde, wo er doch im nüchternen Zustand zu mir gesagt hatte wie ähnlich ich meiner Mutter sehe. Ich will mich umdrehen und weglaufen, doch Papa erwischt mich an meinen Haaren. Er zerrt mich zum Sofa in dem Wohnzimmer. „NEIN! PAPA HÖHR AUF DAMIT! BITTE PAPA ICH WILL NICHT! LASS MICH LOSS! ICH HABE DIR NICHTS GETAN! LASS MICH LOS! NEIN! PAPA!“ Doch Papa lacht nur. Hinter mir klingelt die Tür. Wenn das einer der Nachbarn mitbekommt!, denke ich verängstigt. Ich habe nun echt richtig Angst. Papa schubst mich auf das Sofa. Ein brennender Schmerz rasst durch meinen Rücken. Ich werde panisch: Ich trete, schlage, kratzte und schupse. Doch nichts hilft. Schon hat Papa mir die Hose runter gezogen und reißt mein T-Shirt ein. Heiße Tränen rollen mir über die Wangen. Ich bekomme alles nur wie durch einen Schleier mit. Ich sehe verschwommen meinen Vater der über mir lieg, spüre heftige Schmerzen in meinem Bauch und in meinem Rücken. Bitte Papa, höre auf damit, denke ich, dann wird alles Schwarz.

Kapitel 2

Als ich aufwache fühle ich mich matt und leer. Mein ganzer Körper schmerzt und ich drehe mich stöhnend zur Seite. Ich bin halb nackt. Mein T-Shirt ist hochgezogen und zerrissen, mein BH geöffnet. Meine Hose ist aus meinem Blickfeld verschwunden und meine Unterhose hängt an meinen Füssen. Ich zittre am ganzen Körper. Langsam tapse ich in das Badezimmer und stelle mich vor den Ganzkörperspiegel den meine Mutter früher immer benutzt hat. Ich schreie erschrocken auf. Ich sehe grauenvoll aus. Mein Gesicht ist zerschrammt, meine Lippe blutig. Das Veilchen von gestern blüht immer noch. Mein Körper ist übersäht mit blauen Flecken und Blutergüssen. Auch mein Bauch und meine Oberschenkel sind zerschrammt. Ich drehe mich um. In meinem Rücken stecken ein paar Glassplitter von den Glasscherben die auf dem Sofa lagen. Das sieht nicht gut aus. Ein paar der Splitter sitzen richtig tief. Als ich versuche sie raus zu ziehen brennt es furchtbar. Ich entschließe mich dazu sie erst einmal drinnen zu lassen und Später zum Arzt zu gehen. Ich gehe hoch in mein kleines Zimmer und nehme mir eine Lockere Hose neue Unterwäsche und eine einfache schwarze Bluse aus dem Schrank. Ich gehe wieder nach unten und stelle mich unter die Dusche. Vorsichtig spüle ich mich heiß ab. Auf das Duschgel verzichte ich heute mal lieber. Aber meine Haare wasche ich. Das war ein Fehler. Als ich das Shampoo ausspüle läuft es in meinen kaputten Rücken. Ich schreie auf. Es brennt höllisch. Ich spüle meine Haare Kopfüber aus. Klitschnass steige ich aus der Dusche. Aus Gewohnheit schaue ich auf die Uhr. Es ist 5.43. also fast viertel vor sechs. Ich stelle den Föhn auf die höchste Stufe und fange an meinen Körper und meine Haare zu föhnen. Nach einer Stunde bin ich fertig damit. Ich ziehe mir noch schnell etwas Lockeres an nehme meinen Schlüssel und laufe zur Bushaltestelle. Kurz nach sieben bin ich dort. Meine Clique schaut mich komisch an. Ich setze mich betont locker auf die Bank. Innerlich schreie ich auf. Ich bin mit meinem Rücken gegen die Rückwand der bedachten Bushaltestelle gekommen. Doch ich lasse mir nichts anmerken. Ich setze mich grade hin und versuche den Schmerz aus meinem Körper zu denken. Es starren mich immer noch alle an. „Man habe ich Popel an der Nase oder was ist los?“, schnauze ich sie an. Schon tut es mir wieder Leid, aber irgendwie habe ich nicht die Kraft mich zu entschuldigen. Ich senke den Kopf. Mir kommen Tränen in die Augen, doch ich weiß nicht wieso. Dave fast mir an die Schulter, ich zucke zusammen und reiße mich los. Ich zittere am ganzen Körper. „Mia, was ist passier, was ist los mit dir?“, ruft Larissa die von allen nur Lissy genannt wird. Ich schüttele nur den Kopf. Dave kniet sich vor mich und fragt mich: „ Was ist passiert Mia, Und wer hat dein Gesicht so zugestellt?“ Ich schüttele wieder den Kopf. „Ich bin von der Treppe gefallen.“ flüstere ich. Super Mia, klasse Ausrede. Überhaupt nicht auffällig. Kann jedem Passieren. Ein Mädchen fällt von der Treppe und ihr Gesicht sieht aus als wäre es durch einen Fleischwolf gedreht worden, denke ich bitter. „Na klar Mia, und nun bitte die Wahrheit!“, sagt Marco. „Hallo schau sie dir mal bitte an! Sie sieht schlimm aus. Man muss kein Arzt sein um zu sagen, dass sie Schmerzen hat. Lass sie doch ein Augenblick in rufe!“ ruft Kaja. Dave startet einen neuen Versuch mich dazu zu bringen ihn anzusehen. Er hockt sich direkt vor mich hin. „Was hat dein Vater mit dir gemacht? Ich habe Schrei aus eurem Haus gehört als ich dich gestern Besuchen wollte.“, sagt er. Alles wird Still. „Ich hatte aber keine Chance rein zu kommen, die Vorhänge waren geschlossen und niemand ist an die Tür gegangen, als ich geklingelt habe.“, sagt er mit etwas zittriger Stimme. „Du warst schon zu spät.“ krächze ich. Meine Stimme lässt mich jetzt also auch noch im Stich. Ich schließe die Augen. „Wieso zu spät, wofür?“ fragt John. „Wäre Dave etwas früher gekommen hatte Papa mich in Ruhe gelassen. Dann wäre das alle nicht passiert.“ „Was währe nicht passiert?“ Ich hohle noch mal tief Luft. Jetzt kommt es raus, Mia. Jetzt ist alles vorbei. „ Er… Er…hat… Er hat mich ver-… gewaltig.“

Kapitel 3

Ich sitze im Vorraum der Arztpraxis und warte darauf, dass ich aufgerufen werde. Dave sitzt neben mir und versucht mich die ganze Zeit zum lachen zu bringen. Er ist unter dem Vorwand, dass ich nicht alleine durch die Stadt gehen könnte, mitgekommen. Schon auf dem Weg ist er dauernd gestolpert oder hat Grimassen gezogen. Anstatt mich in den Arm zu nehmen um mich zu trösten bringt er mich zum lachen. Mann Mia, wenn Papa das alles hier rausbekommt dreht der durch. Dann hast du nichts mehr zu lachen. Sofort ist meine gute Laune verflogen. „Woran denkst du?“, fragt Dave. „An meinen Vater. Wenn er herausbekommt wer alles davon weiß dreht er durch.“, sage ich langsam. Wenn ich daran denke wird mir schlecht. Nachdem ich meiner Clique erzählt habe, was mein Papa mit mir gemacht hat, haben sie mich zu unserem Direx geschleppt. Da der aber noch nicht da war musste ich erst der Sekretärin die Situation erklären. Und danach dem noch dem Direx, meine Arzt und der Arzt- Helferin. Ich weiß nicht was ich erwartet habe, aber nicht das alle sich um mich kümmern und total verständnisvoll sind. „soll ich dir einen Witz erzählen oder ne Geschichte?“ „Mhh, ist Ok.“ „Also… ich hab es vergessen. Siehst du, du kannst doch noch lachen. Aber jetzt die Geschichte. Also… da war dieses Mädchen, ich glaub Maria hieß sie. Sie verliebte sich in einen Jungen namens David der immer so gut und lieb und nett und hilfsbereit zu ihr war…“ „STOPP!!! OK, OK ich weiß schon. Ich soll mich bedanken!“, lache ich ihn an. „Danke, du lieber, netter, hilfsbereiter Junge. Ohne dich währe ich immer noch nicht hier“, und ich würde ganz sicher nicht lachen füge ich in Gedanken noch zu. „Wenn ich nicht mitgekommen währe, währst du abgehauen. Richtig?“, fragt er. Ich nicke. Eine Träne läuft mir über die Wange. Dave wischt sie weg. „Hey Maus, wir bekommen das alles hin. Alles wird gut“. Ich nicke schwach. Dann werde ich aufgerufen. Der Arzt bei dem ich eben schon war mustert mich noch mich noch mal von oben bis unten. Er gibt mir zwei Rezepte. Eines ist ein Schmerzmittel und das andere ist eine salbe für meinen Rücken. Ich ziehe meine Jacke an und hohle Dave aus dem Wartezimmer. Wir machen uns auf den Weg zur nächsten Apotheke. Wir gehen rein und ich zeige meine Rezepte vor. „Ok, das macht 51,67 €. Möchtest du das jetzt bezahlen oder sollen deine Eltern nachher vorbeikommen um das zu bezahlen?“, fragt die Apothekerin freundlich. „Kann ich schon einen Teil zuzahlen und den Rest dann später bringen?“, frage ich höflich. „Das kannst du auch machen.“ Ich nehme meinen Geldbeutel mit dem Geld das ich mir Autowaschen verdient hatte. Es sind genau 11,70€. Ich gebe es der Apothekerin, bedanke mich noch und gehe mit Dave langsam zur Schule.

Der Schultag gleitet an mir vorbei, wie in einem Traum. Ich werde von Leuten in den Arm genommen, alle sagen Sprüche wie „Oh mein Gott“, „Das tut mir so Leid“, „Das hast du nicht verdient“ oder ähnliches. Ich warte nur auf das ende dieses Dramas, darauf das ich endlich aufwache.

Doch ich erwachte nicht. Es wurde alles nur noch viel schlimmer. Das alles ist nun 3 Monate her. Papa ist momentan in einer Enzugsanstalt. (Kp wie man das schreibt) und ich komme morgen in die zweite Pflegefamilie. Die erste kam mit mir nicht klar. Ich habe Angst vor der nächsten Familie. Wie sollte das alles hier nur enden? Lustlos packe ich meine Sachen zusammen. 2 Reisetaschen und einen Rucksack, das ist das einzige was ich habe. Ich laufe noch einmal durch das ganze Haus um mir sicher zu sein, das ich auch nichts vergesse.
16.10.06 08:06
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung